POGOensemble   (Köln/D)
Zeitgenössisches Tanztheater

Das POGOensemble, bestehend aus Dilan Ercenk, Denise Temme und Tessa Temme,  formierte sich 2001 aus dem Studienschwerpunkt 'Kreativität' der Deutschen Sporthochschule Köln.
Das mehrfach ausgezeichnete Ensemble arbeitet mit einer eigenwilligen Bewegungssprache, die abseits tradierter Schultechniken anzusiedeln ist. Ihre Form des Tanztheaters schöpft zwar auch aus anderen Formen der Darstellungskunst, die intensive und skurrile Tanzsprache aber bleibt stets Träger der Idee. 
 
       

"Bemerkenswerter Nachwuchs"                                                Ballettanz International /Jahrbuch 2007, int. Kritikerumfrage

"Bester Nachwuchs Choreographie"                                              Theater Pur / Jahrbuch 2008, Kritikerspiegel

Repertoire:

  • "Henry"
  • "Ja Ja der Jodok"
  • "3PS"

>   Video-Trailer"Jodok"+"Henry"

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"Henry"

Das POGOensemble befasst sich hier in assoziativer Weise mit dem Wesen Pferd: als Fortbewegungsmittel und Nutztier, als Weggefährte und Freund. Ein besonders gestaltetes Raumkonzept, das sich an den Wegen der Hufschlagfiguren orientiert, ist Kernstück der Choreographie. Die Monotonie der kühlen und durch Ordnung geprägten Atmosphäre der Reithalle aber bricht: Ausgehend von den Hufschlagfiguren endet »HENRY« in der Sackgasse: der Volte. Die Schläge des Metronoms stehen für den immerwährend gleich bleibenden Schrittrhythmus der Akteure und fangen sie in einem gnadenlosen Klangfeld ein. Hier zählt: Mindestens eine Bewegung auf den Beat. Dynamische Wechsel erzeugen die „Musik“ und ein zufälliges Zusammenspiel zwischen den Akteuren. Der Schlag der Zeit treibt die Körper unerbittlich an und lässt sie zur pulsierenden Masse verkommen. Ein flüchtiger Moment individueller Freiheit findet sich nur im Raum zwischen den Schlägen.

"In einer großartig skurrilen Kurzperformance zeigte das POGOensemble drei Tänzerinnen, die zum penetranten Schlagen eines Metronoms die Köpfe schütteln, die Oberkörper zucken lassen oder die Gliedmaßen ausschlagen. Eine echte Entdeckung war diese originelle Choreographie ..."    Kölner Stadtanzeiger

>  50 Minuten, Kurzversionen 20 bzw. 10 Minuten |  3 Performerinnen  |  Bühne 10 x 10 m

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"Ja Ja der Jodok

»Von Onkel Jodok weiß ich gar nichts, außer dass er der Onkel des Großvaters war. Ich weiß nicht, wie er aussah, ich weiß nicht, wo er wohnte und was er arbeitete. Ich kenne nur seinen Namen: Jodok. Und ich kenne sonst niemanden, der so heißt.«

Das Stück erzählt von selbst erschaffenen Freunden, die bei Bedarf aufgeblasen, benutzt oder liegengelassen werden. Thematische und akustische Basis sind Peter Bichsels Erzählungen aus seinen „Kindergeschichten“. Bichsels sprachliches Spiel, Tempo, Dynamik und Bildlichkeit des Erzählten übertragen sich auf das Bewegungsspiel der Akteurinnen. In deren Aktionrahmen wird Gemeinschaftlichkeit zugunsten einer anonymen Lebensform aufgegeben. Anstelle von echter Beziehung treten nützliche Bindungen namenloser Objekte.

»Das POGOensemble ist derzeit der vielversprechendste Nachwuchs in Köln. Diesen guten Ruf zementieren sie nun mit ihrer neuen Produktion ... Zur Orginal Schweizer Autorenlesung „jodokt“ das Frauentrio vom POGOensemble nun in seiner Tanzinterpretation – schreiend komisch ... Eine Frechheit. Das ist ihre Qualität. Und ihr Tanz, der zwar formale Strenge wahrt, aber trotzdem wild und sexy ist. Das Tanzpublikum im Arkadas Theater johlte und tobte – das muss ihnen erst mal einer nachmachen.«    Kölner Stadtanzeigera

>  40 Minuten, Kurzversion 18 Minuten | 3 Performerinnen | Bühne 10 x 10 m

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"3PS"

In 3PS basiert die Funktion der MenschMaschine auf der Selbstorganisation als der spontanen Strukturbildung im System. 3 Akteurinnen agieren als Elemente der MenschMaschine und erkunden wie aus kleinen Fluktuationen neue System-Zustände entstehen.

"Dilan Ercenk, Denise Temme und Tessa Temme haben mit »3PS« eine faszinierend minimalistische Versuchsanordnung choreografiert. Immer wieder bilden sich neue Formationen mehr oder weniger stark ineinander verschränkter Körper. Die Impulse zu den Formationswechseln scheinen aus dem dräuenden Elektrostück zu kommen, dem eine gleichberechtigte Rolle im Tanzstück zukommt. Die Choreografie der bereits mehrfach ausgezeichneten Tänzerinnen geht jedenfalls mächtig unter die Haut."    Stadtrevue

>  45 Minuten, Kurzversion 17 Minuten |                                         3 Perfomerinnen  |  Bühne 8 x 8 m

Fotos: Wolfgang Weimer u.a.

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